Windows XP in 2020 noch aktivieren?

Ja, das geht tatsächlich

Tja, man glaubt es nicht, aber ich nutze auf einem Rechner immer noch Windows XP. Das ist ein alter Lenovo T61 den ich ausschließlich als Musikrechner nutze und der natürlich niemals nie ans Internet angeschlossen wird. Nun ist mir die Festplatte kaputt gegangen und ich musste den Rechner neu aufsetzen. Windows XP installiert, kein Problem. Aber wie aktivieren? Ich habe es telefonisch versucht und siehe da: Nach langer Zahlentipperei, einmal im Telefon, dann in den Computer wurde Windows XP aktiviert. Und das im Jahr 2020. Ich bin angenehm überrascht. Das alles mal ganz ohne Hacks ohne irgendwelche Tricks, einfach so wie es sein soll. Wer hätte das gedacht.

Mein Twitter Dilemma

Bin wohl doch zu alt für den Scheiß

Vor ein paar Monaten bin ich wieder bei Twitter eingestiegen. Ich dachte, als Musiker wäre so ein Twitter Account vielleicht doch eine gute Sache. Ich habe mir geschworen, es ruhig angehen zu lassen und den Account @DLIKDH nur für Musik und meine Band zu nutzen. Ach hätte ich doch nur geahnt, was für eine Büchse der Pandorra ich da wieder geöffnet habe.

Kaum war ich wieder etwas aktiver, wurden mir Tweets empfohlen, die ich Narr mir in meiner naiven Neugierde auch immer brav anschaute, teilte und kommentierte. Ich war „engaged“, wie man so schön sagt. Oder auf gut deutsch: Ich war voll druff.

Dann trendete #RassismusGegenWeiße in Deutschland und ich war so was von auf der Palme. Da musste ich dagegen halten, meine Meinung twittern, meine Solidarität mit #BlackLivesMatter bekunden. Ich bin ja einer von der Guten. Allein: Ein gutes Gefühl stellte sich nie ein. Ich habe keinen Rassisten zum Nachdenken oder gar zum Schweigen gebracht. Ich habe nur getwittert. Ich habe Links geteilt. Ich habe retweetet. Aber all das mit dem schalen Beigeschmack des Clicktivism. Ich war nichts anderes als ein Sesselpupser.

Und wieder einmal, wie vor ein paar Jahren schon, wurde mir klar, dass Twitter so gar nichts für mich ist. Ich habe meine Bedenken getwittert und von einem sehr guten Freund eine sehr nette E-Mail bekommen, die es auf den Punkt bringt.

Twitter füttert mich mit der Illusion, es sei wichtig, was ich denke und sage. Aber es ist, das mag meine persönliche Philosophie sein, vollkommen unwichtig, was ich denke oder sage. Das einzige was zählt ist die Handlung. Nur was ich wirklich tue, definiert mein Leben. Was ich jetzt hier und in diesem Moment mein Leben existentiell gestalte. Nicht, was ich denke oder wie ich mich fühle. Twitter lebt von der Illusion, Meinung sei wichtig. Meinung ist komplett scheißegal. Die einzige Wahrheit liegt im Handeln. Handeln formt die Welt und das Leben. Und an schlechten Tagen zerstören Twitter und Internet mein Handeln. Digitale Medien sind in einem durchaus heiddegerischen Sinne un-eigentlich. Sie entfremden mich von meiner Existenz.

Ich möchte ergänzen, dass ich durchaus einen Sinn im geschriebenen Wort sehe. Als Bewusstwerdung, als Ausdruck eine Haltung, als Anregung, als Beitrag zu einem Diskurs. Nach wie vor glaube ich, dass die Blogs so etwas leisten können.

Aber bei Twitter finde ich davon nur sehr wenig. Hin und wieder gibt es den einen Tweet, der mich nachdenken lässt. Aber der wird dann von tausenden Tweets des Inhalts „Ich auch.“ – „Ich nicht.“ – „Wieso?“ – „Wieso nicht?“ mit sinnlosem Rauschen überlagert. Frei nach dem Motto: Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

Ich stelle also wiederholt fest, dass Twitter mir nicht gut tut. Ich habe inzwischen die Push Nachrichten und die „Tweet Empfehlungen“ ausgeschaltet. Ich werde nun in mich gehen und mir ein paar Twitter-Regeln für mich selbst überlegen. Und dann in Ruhe entscheiden, ob Twitter nicht vielleicht doch zu klein ist für Donald Trump und mich.

Daddelnd durch die Kontaktsperre

Meine liebsten Handy-Spiele.

Vor ein paar Jahren habe ich Twitter durchgespielt und bin kläglich am Endgegner gescheitert. Danach habe ich mein Smartphone lange nur noch zum telefonieren und Go-Spielen benutzt. Nun habe ich mir aber wieder ein paar Spi3le installiert, von denen die folgenden Spiele den 6-Wochen-Corona-Shutdown-test-of-time bestanden haben. Die Links auf die App-Stores spare ich mir, ihr findet das auch so.

Go-Quest

Klar, dass das als erstes kommt. Eine ideale App um kurz (!) ein 9×9 Go-Spiel zu spielen. Ideal, um Go zu lernen. Durch die Zeitbeschränkung (2 Minuten pro Spieler bei 9×9) artet das nicht in stundenlanges Grübeln aus. Wird für immer auf meinem Handy bleiben.

Onirim

Eigentlich ein Kartenspiel, eine Art Patience. Hat aber als echtes Spiel das Problem, dass man ständig neu mischen muss. Das nimmt die App einem ab.

Wir befinden uns in einem surrealistischen Traum und suchen die 8 Ausgänge. Diese finden wir, wenn wir drei Karten der gleichen Farbe aber unterschiedlichen Symbolen aneinander legen. Blöd nur, dass immer wieder die Albträume abgewehrt werden müssen. Besser als Solitair oder Patience. Werde ich mir bestimmt irgendwann auch noch als „echtes“ Kartenspiel für meine Sammlung kaufen.

Neuroshima Hex

Ein ultra komplexes Kriegsspiel für totale Nerds. Ist eigentlich auch ein Brettspiel, hier übernimmt aber die App wieder das ganze fitzelige Zeug.

Wir platzieren unsere Truppen auf sechseckigen Feldern. Jede Einheit hat Werte für Initiative, Angriff, Verteidigung, Nahkampf oder Fernkampf und natürlich super esoterische Spezialfähigkeiten. Gekämpft wird aber nur, wenn ein Kampfplättchen gelegt wird. Und dann geht es streng der Initiative nach. Wenn ich neben den 2er Scharfschützen noch ein 3er Nahkämpfer lege, dann knockt der den ja aus, bevor mein 1er Nahkämpfer getroffen wird, so dass dieser den Netzträger beseitigt um Platz für meinen Fernkämpfer ganz am Rand zu machen. Alles klar?

Triple Town

Dieses Spiel landet seit Jahren immer wieder auf meinem Handy. Ich spiele es zwei, drei Monate und deinstalliere es dann wieder. Nur um es ein halbes Jahr später neu zu installieren.
Eigentlich ein ganz stupides Aufbauspiel. Wir platzieren Gras, Büsche, Bäume und jeweils drei benachbarte Symbole verbinden sich zur nächsten Entwicklungsstufe: Gras zu Büschen, Büsche zu Bäumen, Bäume zu Hütten, Hütten zu Häusern, Häuser zu Villen, Villen zu Burgen, Burgen zu fliegenden Türmen und die Türme zu goldenen Schlössern. Dazwischen wuseln uns ständig kleine Bären zwischen den Beinen herum und verhindern, dass wir unsere Gräser, Büsche, Bäume dort platzieren können, wo es Sinn macht. Total stumpf, extrem süchtig machend und irgendwie großartig. Meine Bestleistung waren über 10 Mio Punkte und ACHT goldene Schlösser, erspielt in ca. 3 Monaten. Beweisfoto liefere ich bei Gelegenheit nach.

Clash Royale

Meine Kinder spielen das seit Jahren. Ich habe es vor sechs Wochen angefangen. Bin inzwischen in Arena 7. Ein klassisches Tower Defense Spiel mit all den Suchtmechanismen, vor denen uns die Medienpädagogen immer warnen. Ich habe tatsächlich auch schon rund 5 € für eine Pass-Royale ausgegeben. Naja, ich wollte aber auch im Klassenclan meiner Kinder (in den ich gnädigerweise aufgenommen wurde) nicht ewig auf Platz fünfzig das Schlusslicht geben. Zur Zeit komme ich nicht weiter. Morgens gewinne ich, abends verliere ich. Aber durch das Kartentauschen im Clan, werden meine Helden besser. Wenn meine Kobolde irgendwann alle Level 13 sind, dann könnt ihr aber was erleben. Aber sowas von. Ja ich weiß, in Arena 7 spielt man andere Charaktere. Aber ich will mit den Kobolden weiter spielen. Wichtiger Tipp: Nach drei verlorenen Spielen einfach mal eine Pause machen. Oder nach fünf. Oder sieben. Spätestens wenn es Abendessen gibt.

Suchen, finden, passt! – Mist, doch nicht!

Großer Spaß mit den Exit-Puzzlen von Ravensburger

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Ein paar Gedanken zu Diversity in der Science Fiction

Frauen dominieren das Genre?

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Der Kaiser ist nackt

Sprachprobleme der Modernen Kunst #1

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Eine kurze (!) Einführung in das Go Spiel

Und ein hoffentlich langes Leben, um es zu meistern

Vor etwas über vier Jahren habe ich einen längeren Beitrag über das Go-Spiel geschrieben. Seit dem bin ich etwas besser geworden, habe neue Einsichten gewonnen und inzwischen hat sich bei den Apps, Webseiten und Tutorials auch einiges getan. Höchste Zeit also für ein kleines Update und vor allem: Einen kurzen Einstieg in das Go Spiel. […]

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Ich unterstütze die Verfassungsbeschwerde gegen das Polizeigesetz NRW

Wer ist noch dabei?

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Konservative Beschränktheit hat einen Namen

War ja klar, das so was passiert

Die schönsten Momente im Karneval sind doch immer wieder diejenigen, in denen man hinter die Masken der Redner und Rednerinnen schauen kann. Wenn sie, ganz ohne es geplant zu haben, das Visier ganz weit unten haben und wir tief in sie hinein blicken können. Vor ein paar Tagen hatte ich noch über Bernd Stelter und […]

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