Ein eigenes Insert für Brettspiele

Ordnung ist das halbe Spielerleben

Mit den Inserts für Brettspiele ist das so eine Sache. Manche Brettspiele kommen mit fantastischen Inserts daher, wo noch jedes kleinste Token seinen eigenen Platz hat. Andere Spiele haben überhaupt keine Insert und stattdessen nur ein paar Plastikbeutel.

Das Spiel „Der Ringkrieg“ liegt da im Mittelfeld. Es gib ein Insert mit zwei großen Fächern für die Figuren der zwei Fraktionen, sprich den Schatten (Sauron, Saruman, Südländer und Ostlinge) und die freien Völker (Nordländer, Zwerge, Elben, Rohan, Gondor). Die tummeln sich dann durcheinander und sind so klein, dass das Auseinandersortieren und Aufbauen schon fast Ausmaße eines kleinen Puzzles annimmt.

Nun bastel ich ja auch gerne und da gibt es ja diese wunderbaren Schaumkartonplatten (z.B. von Kapa, gibt es aber auch günstiger). Also ein Hartschaumkern (quasi Styropor) mit Pappe aussen, genau 5mm dick. Die lassen sich super einfach mit einem Cuttermesser schneiden und mit einem Styropor Kleber (z.B. Uhu Por) zusammenkleben. Wird oft für Architekturmodelle verwendet. Und da habe ich mir dann jetzt ein Insert für den Ringkrieg selber gebastelt. Jede Fraktion der Schatten bzw. der freien Völker hat ein eigenes Fach und das stelle ich dann einfach neben das Spielbrett und ich muss nicht mehr mit der Lupe die Orks von den Urukhai und die Reiter Rohans von den Reiter Gondors auseinander sortieren.

Das Insert für den Ringkrieg war allerdings mein zweites, etwas anspruchsvolleres Projekt. Ich hatte mir vor einem Jahr mal ein Insert für „Winter der Toten“ gebastelt, wo ich dann doch zwei Anläufe gebraucht hatte, weil ich mich blöd vermessen hatte. Ist aber auch ganz schön geworden.

Willkommen in der Hermes Hölle

Kafka hätte es sich nicht besser ausdenken können

Normalerweise hasse ich diese Art von Blogposts, die nur den Zweck haben ein Ungemach, dass man mit einer Firma mal zufällig hat, öffentlich anzuprangern. Was nützt das, außer dem eigenen Ego? Aber so leid es mir tut, bei Hermes kommt nur eine von zehn Sendung tatsächlich bei mir zu Hause an und das hat wahrscheinlich System.

Leider kann ich mir ja nicht aussuchen, mit welchem Dienst die Ware versendet wird. Wenn ich die Wahl hätte, wäre das DHL. Nun also dann wieder einmal zwangsläufig Hermes. Kurze Zeit später dann die E-Mail: Die Adresse konnte nicht ermittelt werden. Also in die Sendungsverfolgung rein. Kein Möglichkeit einen Paketshop auszuwählen, bitte Kontakt aufnehmen. Ok, E-Mail geschrieben. Meine Strasse ist eine ganz gewöhnliche Strasse, allerdings in der Mitte durchbrochen durch einen Spielplatz und danach eine Einbahnstrasse. Die Navisysteme (openstreetmaps, google) kennen meine Adresse. Man könnte ja auch einen Passanten fragen.

Die übliche halbautomatische Antwort: Bedauern, neuer Zustellversuch. Ich warte zwei Tage, nix passiert. Erneut Kontakt aufgenommen. Gleiche Antwort, zwei Tage warten, nix passiert. Erneut Kontakt aufgenommen, diesmal erwähnt, dass es zwei Kisoke mit Hermes in der Nähe gibt. Halbautomatische Antwort: Zustellort wurde geändert. Welcher das ist, habe ich bis jetzt nicht herausfinden können. Ich warte jetzt also nochmal zwei Tage und schau mal was passiert.

Offensichtlich stehen die Paketzusteller*innen bei Hermes unter so einem Druck, dass ihnen die Zeit fehlt, nach meinem Haus zu suchen. Oder sie haben einfach zu viel zu tun. Das laste ich den Zusteller*innen nicht an. Aber ich habe keine Lust dieses Hermes-System länger zu unterstützen und werde meiner Familie erklären, dass wir nichts mehr bestellen, wo nur mit Hermes versendet wird. Ich selbst bestelle ja eh so gut wie nie was im Internet. Gerne zahle ich für den Versand fünf Euro mehr, wenn ich DHL wählen kann. Die haben nette Zusteller*innen und nach allem was ich mitbekomme auch vernünftige Tarifverträge.

Update 14.8.
Das Paket ist angekommen. Also im Paketshop wo ich es abgeholt habe. Auf dem Paket war vermerkt „Klingelschild fehlt“. Was ja nicht stimmt. Dem Versandhändler hatte ich zwischendurch auch mal eine E-Mail geschrieben, ihm von den Problemen berichtet und mitgeteilt, dass ich liebend gerne mehr für den Versand mit einem anderen Postdienst zahlen würde. Antwort: In Köln gebe es ja manchmal Probleme mit den Parkplätzen, da würden die Pakete dann zwangsläufig an Abholstationen landen.

Warum aber alle anderen Paketdienste in meiner Straße wirklich immer einen Ort zum Halten finden und nur Hermes nicht, bleibt ein ungelöstes Rätsel.

Windows XP in 2020 noch aktivieren?

Ja, das geht tatsächlich

Tja, man glaubt es nicht, aber ich nutze auf einem Rechner immer noch Windows XP. Das ist ein alter Lenovo T61 den ich ausschließlich als Musikrechner nutze und der natürlich niemals nie ans Internet angeschlossen wird. Nun ist mir die Festplatte kaputt gegangen und ich musste den Rechner neu aufsetzen. Windows XP installiert, kein Problem. Aber wie aktivieren? Ich habe es telefonisch versucht und siehe da: Nach langer Zahlentipperei, einmal im Telefon, dann in den Computer wurde Windows XP aktiviert. Und das im Jahr 2020. Ich bin angenehm überrascht. Das alles mal ganz ohne Hacks ohne irgendwelche Tricks, einfach so wie es sein soll. Wer hätte das gedacht.

Mein Twitter Dilemma

Bin wohl doch zu alt für den Scheiß

Vor ein paar Monaten bin ich wieder bei Twitter eingestiegen. Ich dachte, als Musiker wäre so ein Twitter Account vielleicht doch eine gute Sache. Ich habe mir geschworen, es ruhig angehen zu lassen und den Account @DLIKDH nur für Musik und meine Band zu nutzen. Ach hätte ich doch nur geahnt, was für eine Büchse […]

» weiterlesen

Daddelnd durch die Kontaktsperre

Meine liebsten Handy-Spiele.

Vor ein paar Jahren habe ich Twitter durchgespielt und bin kläglich am Endgegner gescheitert. Danach habe ich mein Smartphone lange nur noch zum telefonieren und Go-Spielen benutzt. Nun habe ich mir aber wieder ein paar Spi3le installiert, von denen die folgenden Spiele den 6-Wochen-Corona-Shutdown-test-of-time bestanden haben. Die Links auf die App-Stores spare ich mir, ihr […]

» weiterlesen

Suchen, finden, passt! – Mist, doch nicht!

Großer Spaß mit den Exit-Puzzlen von Ravensburger

In unserer Familie ist es inzwischen Tradition, dass wir über Weihnachten (also zwischen den Jahren) ein 1000 Teile Puzzle auf den Tisch bringen und es dann gemeinsam zusammen puzzlen. Wobei das so nicht ganz stimmt. Denn am Ende erwischt mich meine Familie regelmäßig dabei, wie ich kurz vor dem zu Bett gehen „noch kurz“ ein, […]

» weiterlesen

Ein paar Gedanken zu Diversity in der Science Fiction

Frauen dominieren das Genre?

In den letzten Jahren (sagen wir mal ab 2014) finden sich auf der Shortlist für den Hugo Award immer mehr Autorinnen, die nicht mehr das althergebrachte Schema erzählen wollen von weißen Männer, die in glorreichen Weltraumschlachten die Demokratie ins All bomben. Stattdessen ist Diversity, Gender und die Suche nach der eigenen Identität das Thema der […]

» weiterlesen

Der Kaiser ist nackt

Sprachprobleme der Modernen Kunst #1

Gerade erreicht mich eine Ankündigung für eine Aktion, oder eine Performance, oder eine Installation, oder was auch immer, auf jeden Fall ein Stück moderner Kunst. Ich lese: In der Wechselwirkung von Sound, Installation, beweglichen und eher statischen skulpturalen Setzungen, ihren Transformationen, Verschiebungen und deren Abbrüchen wird das thematische Feld des Kritischen dialektisch umspielt: Rasterung und […]

» weiterlesen

Eine kurze (!) Einführung in das Go Spiel

Und ein hoffentlich langes Leben, um es zu meistern

Vor etwas über vier Jahren habe ich einen längeren Beitrag über das Go-Spiel geschrieben. Seit dem bin ich etwas besser geworden, habe neue Einsichten gewonnen und inzwischen hat sich bei den Apps, Webseiten und Tutorials auch einiges getan. Höchste Zeit also für ein kleines Update und vor allem: Einen kurzen Einstieg in das Go Spiel. […]

» weiterlesen