Liebesbrief eines russischen Chatbots?

Ihr kennt das vielleicht: Seltsame Avancen in gebrochenem Deutsch die einen wahllos per E-Mail erreichen. Normalerweise werden die von meinem Spam-Filter erfolgreich direkt gelöscht. Aus unerfindlichen Gründen ist nun eine zu mir durchgedrungen und ich habe sie tatsächlich auch gelesen. Ich habe das starke Gefühl, dass da ein russicher Chat-Bot in mich verliebt ist. Selten habe ich etwas so poetisches gelesen. Dada ist nichts dagegen. Aber lest selbst:

Hallo ! Guten Tag, lieber . Neznakomets!
Glucklich, mit Ihnen zu plaudern. Ich hoffe.
Erste Nachricht an Sie. Ich hoffe dass ? Ich normalerweise lone Dame.
Ich mehr Folge Ich habe unsere Liebe.
Ich bin fur eine ernste lang anhaltende Beziehungen suchen.
Ich hoffe, dass Sie mich interessieren werden.
Ich hoffe, ich denke, ich bin an Ihnen interessiert,
und Sie werden nicht sehr glucklich sein! .
Ich werde warten, bis Ihre Antwort wartet auf
Sie und Ihr Foto Wenn ich nicht interessiert,
mag es nicht, kann es keine Nachricht senden,
um zu antworten. Ich verstehe, aber ich wunsche wirklich
Ehrlichkeit in unserer Kommunikation,
Hoffnung ist, was Sie mir die gleiche Antwort geben,
und ich hoffe, dass Sie MEIN FOTO genie?en werden,
den ich uber mich in meinem folgenden Brief
Natalia bin!

Ich bin gerührt. Ob ich antworten soll?

Ubuntu und die iPods

Zwei Welten treffen aufeinander

Ich habe es endlich geschafft, die zwei iPods unserer Familie mit Ubuntu vernünftig (sic!) zu befüllen. Jetzt wo ich weiß, wie es geht, ist alles gar nicht mehr so schlimm. Aber Mann – was habe ich in den letzten Tagen geflucht. Hier also ein paar Infos, wie ich die zwei Welten zusammenbekommen habe.

Als Ersatz für iTunes benutze ich Rhythmbox. Das ist standardmäßig bei Ubuntu dabei und mir reicht das. Ich habe mir auch Clementine angeschaut, was viele ja empfehlen, aber das ist mir schon eine Idee zu advanced.

Der iPod wird von Ubuntu ohne weiteres erkannt und taucht auch in Rhythmbox auf. Aber es war zunächst gar nicht so einfach Musik auf den iPod zu kriegen. Bis ich dann den iPod Artikel im Ubuntu Wiki gelesen habe. Dort ist vor allem der Abschnitt Hinterlegung der Seriennummer + Hash Key im eigenen IPod wichtig. Etwas misverständlich: Die Datei “SysInfo” im Verzeichnis “iPod_Control/Device/” soll die Seriennummer enthalten. In der Datei steht dann “FirewireGuid: 0x XXXXXXXXXXXXXXXX” wobei die großen “X” für die ermittelte Seriennummer steht. Vor der Seriennummer muss in der Datei “FirewireGuid: 0x” stehen.

Sobald ich das alles nach Anleitung erledigt hatte (inklusive HashInfo ermitteln und im iPod ablegen) ließ sich der iPod über Rhythmbox synchronisieren.

Ja richtig: Synchronisieren ist der einzige zuverlässige Weg um Playlists aus Rhythmbox auf den iPod zu kriegen.

Im Detail: Rhythmbox zeigt links – unter Geräte – den iPod an. Diesen anklicken. Rechts oben dann auf Eigenschaften klicken. Im sich dann öffnenden Fenster den Tab-Reiter Abgleich auswählen und dort dann unter Musik die Playlisten an- oder abwählen die synchronisiert werden sollen. Danach dann auf Abgleich klicken. Der iPod wird dann synchronisiert. Alles was nicht angewählt war, wird auf dem iPod gelöscht, alles was neu ist, wird auf den iPod übertragen. Synchronisieren halt eben.

Das alles ist nicht gerade Drag&Drop und bei Weitem nicht so einfach wie in iTunes. Aber es funktioniert. Und das reicht mir, um da schnell Hörspiele für die Kinder drauf zu wuppen. Zumal ich in letzter Zeit eh nur noch Musik über mein WischWasch Handy höre. Da habe ich einfach eine 64 GB SD-Karte reingesteckt und so ganz viel Platz für meine Musik. Ist doch echt lächerlich, dass man bei den iPods sowas nicht machen kann. Aber das ist ein anderes Thema.

Ghostbusters 2016 ist großartig!

Anders hätte das nicht sein dürfen

Ich habe ja inzwischen ein Alter erreicht, bei dem ich die Originalfilme zu den aktuellen Remakes / Reboots alle in meiner Jugend im Kino gesehen habe. Unter anderem auch den allerersten Star Trek. Den fand damals wie heute extrem, nun ja, nicht unbedingt langweilig, aber doch langatmig. Aber danach wurde es ja immer besser bis dann das Reboot von J.J. Abrams ruaskam. Das mit der jungen Crew. Ist nicht mehr so ganz mein Ding. Überhaupt ist das zeitgenössische Action-Kino nicht mehr meine Sache. Da stimmt das Action / Dialog Verhältnis nicht mehr. Liegt aber natürlich auch an meinem Alter. Mein Neffe (13) fand Star Trek Beyond super, während ich da nur die verschenkten Chancen auf ein paar wirklich gute Dialoge gezählt habe.

Jetzt dann aber Ghostbusters 2016. Und endlich einmal hat ein Remake voll bei mir gezündet. Schon allein die Besetzung ist genial. Endlich mal wird keine Vorgeschichte mit jungen Hauptpersonen erzählt, sondern einfach die Hauptpersonen komplett mit Frauen besetzt. Super. Und schon allein daraus ergeben sich so viele tolle und aberwitzige Situationen. Wobei ich allerdings gestehen muss, daß meine Frau an ein paar Stellen gelacht hat, wo ich den Gag offenichtlich als Mann nicht so direkt verstanden habe. Aber das hat den Film für mich nur noch interessanter gemacht.

Das Beste waren für mich jedoch die ganz vielen, kleinen Querverweise auf den ersten Ghostbusters Film. Das Ganze ist mit so viel Liebe zum Detail und Respekt und gleichzeitig auch genialer Frechheit in Bezug auf das “Original” inszeniert, daß es nur so eine Freude ist.

Sicher, die Story an sich dient nur als Vorwand um möglichst viele Gags zu zünden. Aber immerhin gibt es eine Story, die mindestens genauso gut funktioniert wie in dem ersten Film. Eigentlich sogar noch besser, wenn man das Ganze nicht als Remake sondern als “Pastiche” versteht. Und die Gags sind ausnahmslos alle echt gut. Ich habe schon lange nicht mehr so oft gelacht in einem aktuellen Kinofilm.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ein großartiger Film und seit langer Zeit mal wieder ein Remake, das mir großen Spaß gemacht hat.

Mein einsamer Kampf gegen die vier Reiter der Infokalypse

Bequem geht die Welt zu Grunde

Ich gehöre zu der Generation, die die Geburt des Internets miterlebt hat. 1995 habe ich als studentische Hilfskraft an der Uni Köln gearbeitet, unsere Computer hatten einen Internetzugang und ich habe meinen ersten E-Mail Account bekommen. Social Media war noch nicht einmal als Wort bekannt. Es gab E-Mail, Mailinglisten, Newsgroups und ganz viele individuelle Webseiten. […]

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Ich habe Twitter zu Ende gespielt

Keine Lust mehr auf die Slotmachine

Vor etwa zwei Monaten habe ich Twitter von meinem Wisch-Wasch-Handy entfernt und nur noch sporadisch am Computer benutzt. Und seitdem vermisse ich es – NICHT! Allerdings war es schon so ein bisschen ein kalter Entzug. Von heute auf morgen einfach aufhören und dann für ein paar Tage dem Impuls wiederstehen, doch am Computer nochmal ein […]

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Sondertasten unter Ubuntu neu belegen

Ganz einfach mit einem kleinen Trick

Auf meinem Laptop gibt es neben den Cursortasten links und rechts so komische “Web zurück” und “Web vor” Tasten. Die hatte ich mir unter Windows anders belegt. Dasselbe habe ich jetzt auch unter Ubuntu mit Xmodmap hinbekommen. Bei der Belegung der Tasten hat mir dieser Xmodmap Artikel geholfen.

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Keefox und Keepass unter Ubuntu nutzen

Ein bisschen Frickelei muss sein

Ich habe unter Windows XP seit Jahren Keepass2 zur Verwaltung meiner Passwörter benutzt. Da habe ich mir auch richtig schön lange Passwörter mit Sonderzeichen generieren lassen. Für die Anmeldungen im Internet nutze ich das Keefox Plugin für Firefox. Und klar, das soll so unter Ubuntu auch wieder sein. Allerdings hat der ganz naive Ansatz nicht […]

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Goodbye Windows XP – Hello Ubuntu

Wenn das Pferd tot ist, dann steig ab

Ich glaube 2016 wird für mich das Jahr der Veränderungen. Zumindest, was mein digitales Leben angeht. Den Anfang mache ich, indem ich Adieu zu Windows XP gesagt habe und seit gerade eben Ubuntu benutze. Und diesen Text hier habe ich mit dem mitgelieferten Libre Office Writer geschrieben. Das ist alles noch ein wenig ungewohnt, fühlt […]

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Vom Chilling Effekt voll erwischt

Von wegen nix zu verbergen

Vor ein paar Tagen habe ich noch über die Studie zum Chilling Effekt gelächelt. Jetzt hat es mich selber erwischt. Ich habe einen Freund in Brüssel und den werde ich demnächst besuchen. Wir haben sogar schon über einen Termin gesprochen. Den wollte ich mir eben im Kalender mit “Brüssel ??” eintragen. Dann habe ich mir […]

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